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solo & pur
Sie ist ihr eigener Walkman, ihre eigene BigBand und ihre eigene
Geräuschkulisse. Alle Instrumente, die sie für ihre Performance braucht,
kramt sie sozusagen spontan aus der Hosentasche hervor.
Stimmakrobatik, freie Improvisation, ein bisschen Interaktivismus und
gerne auch mal wieder die gute, alte Melodie – dieser Stimme wird auch
ohne Mikro und Loop Station so schnell nicht langweilig.
Osteuropäische Folklore trifft Jazz. Jazz trifft auf Strophenlieder. Die
Strophenlieder begegnen dem Orient, und alle sagen am Ende: „Wir müssen
unbedingt mal was zusammen machen!“
Das tun sie hiermit auf höchst kreative Weise. Das Kozmic Trio macht vor
Ländergrenzen und Sprachbarrieren keinen Halt und eröffnet nebenbei ein
paar ganz neue Kategorien, Musik zu verstehen.
Alle drei Musiker*innen sind im Jazz zu Hause und haben sich gleichzeitig
die Tür immer offen gehalten für vieles andere, was die Welt an Musik zu
bieten hat. Imke Johanne Spöring, gestandene Weltenbummlerin, bringt ihre
quirlige Sopranstimme, ihre Kompositionen und ihren selbstverständlichen
Umgang mit fremden Sprachen und Kulturen in das Projekt ein. Dem großen
Experiment, das das Kozmic Trio wagt, fügt Jaime Moraga eine gehörige
Portion rhythmischen Pfeffer hinzu – allerdings auf so feinfühlige Art,
dass man es geradezu als „melodisch“ bezeichnen muss. Matthias Dymke geht
am Klavier an klanglichen Extremen entlang, wenn er all diese Einflüsse
auf gekonnte Art verbindet.
Der rote Faden dieses herausfordernden Projektes liegt sicherlich darin,
einfach berührende, authentische Musik zu machen. – Denn das ist die
Essenz, die Grenzen unnötig macht.
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Farofa
Wenn Aline Sardão und Imke Johanne Spöring alias „Farofa“ loslegen, ist
es, als würde man einem temperamentvollen Zwiegespräch lauschen. Allein
die vielen Reisen, die beide Musikerinnen in ihrem Leben unternommen
haben, bieten genügend Stoff für eine äußerst spannende musikalische
Unterhaltung. Immer wieder jedoch treffen sie sich an einem ganz
bestimmten Sehnsuchtsort: Brasilien. Mit Entdeckergeist erforschen die
beiden die große Musikvielfalt dieses Landes, versetzen das Publikum mit
Sambas und Bossa Novas an exotische Strände und geben brasilianischen
Popsongs eine wunderbar neue Jazz-Note. „Farofa“ nehmen sowohl viel
brasilianische Leichtigkeit als auch die berühmte „Saudade“ (Sehnsucht/
Melancholie) mit auf die Bühne. Zur Krönung des Ganzen machen sie auch
mal Ausflüge in ganz andere Ecken des südamerikanischen Kontinents.
Vielseitigkeit ist ihr Thema; neben der Kombination Gitarre/ Gesang
zaubern die Zwei noch ganz andere Instrumente hervor. So dass diese
minimalistische Duo-Besetzung fast platzt vor Rhythmus, Klangvielfalt und
– der puren Begeisterung am Erzählen.